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Wie wir von AR im Field Service profitieren können

21 juni Min.

Augmented Reality (AR) wird zunehmend ein größerer Bestandteil unseres täglichen Lebens. Denken Sie an die Geo-Filter in Snapchat, die Live-View-Navigation in Google Maps und das Fangen von Pokémons in Pokémon Go. Immer mehr Unternehmen nutzen AR, um ihre Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten. Aber welche Vorteile bietet das? In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf drei Vorteile von AR im Bereich Field Service, und unsere Business Manager Yannick van Weert und Daniel Ijzermans teilen ihre Vision zu diesem Thema.

Augmented Reality ist eine Technologie, die die virtuelle Welt mit der Realität verbindet. AR kann über verschiedene Geräte wie eine App, ein Mobiltelefon oder smarte Brillen erlebt werden. Seit der Pandemie nutzen immer mehr Unternehmen diese Technologie, um die Arbeit remote weiterzuführen. AR wird hauptsächlich im Maschinenbau und in der Lebensmittelverpackungsindustrie eingesetzt. Aufgrund dieses Wachstums prognostizieren Experten, dass der AR-Markt bis 2028 um 48,6 % wachsen wird.

Ein effizienterer Arbeitsprozess

Der Hauptvorteil von AR besteht darin, Ingenieuren dabei zu helfen, effizienter zu arbeiten, indem ihnen sofort Informationen und ein Experte bereitgestellt werden. Dazu gehören nützliche Daten wie die Temperatur einer Maschine, der Modelltyp oder der Energieverbrauch. Darüber hinaus kann ein Experte einen weniger erfahrenen Mechaniker jederzeit betreuen, selbst wenn der Techniker auf der anderen Seite der Welt ist. Der Mechaniker weiß dann genau, welche Maßnahmen er ergreifen muss, um das Problem schnell zu lösen. Das Ergebnis: zufriedenere Kunden.

Diese praktischen Hilfsmittel sorgen dafür, dass Fehler im Arbeitsprozess schneller erkannt werden können. Computer Vision hebt dies auf ein höheres Niveau. Diese Technologie erkennt kleine Fehler, die das menschliche Auge nicht sehen kann, wie etwa kleine Risse in einem Kabel. Sie identifiziert auch spezifische Komponenten und überprüft, ob diese ordnungsgemäß verbunden sind. Das System bestätigt, ob Aufgaben ordnungsgemäß abgeschlossen wurden, sodass Ingenieure nicht auf einen Experten warten müssen.

2. Remote-Service

Laut Yannick wird Remote-Arbeit eine zunehmend wichtige Rolle in der Field-Service-Branche spielen. Das bedeutet, dass Ingenieure Kunden weltweit unterstützen können, ohne jedes Mal physisch vor Ort sein zu müssen. Das spart Reisezeit und -kosten. Yannick: „Gerade in Produktionsumgebungen zählt jede Sekunde. Durch AR kann ein Experte 24/7 über Ihre Schulter schauen, um das Problem so schnell wie möglich zu lösen.“

Angenommen, ein Mechaniker repariert eine Windturbine und stößt auf ein Problem. Er weiß nicht, wie er es lösen soll, und befindet sich an einem abgelegenen Standort. Der Mechaniker benutzt sein AR-Headset, um einen Experten zu kontaktieren. Durch die Brille kann der Experte genau das sehen, was der Mechaniker sieht. Anschließend gibt der Experte dem Techniker Anweisungen, wie er das Problem schnell und freihändig lösen kann.

Da kleinere Probleme aus der Ferne gelöst werden, können sich lokale Ingenieure auf größere Projekte konzentrieren. Dadurch werden weniger Mitarbeiter auf der Arbeitsfläche benötigt, und lokale Ingenieure haben mehr Raum und Ruhe, um ihre Arbeit auszuführen. Allerdings gibt es auch eine Kehrseite: „Wenn ein Problem nicht aus der Ferne gelöst werden kann, muss immer noch ein Besuch geplant werden. In diesem Fall geht Zeit verloren und eine Abteilung steht still“, erklärt Daniel.

3. Wissen teilen

AR ist auch eine hervorragende Lösung für Schulungen: Es macht Schulungseinheiten sicherer, lebendiger und interaktiver. Wenn man mit einer Smart-Brille einen Barcode scannt, erscheinen 3D-Hologramme. Diese Hologramme erklären Schritt für Schritt, wie ein Problem gelöst werden kann. Jederzeit kann ein Teilnehmer Fragen stellen und ein Trainer Feedback geben. Das Ergebnis: Ingenieure sind selbstbewusster in ihrer Arbeit, es fallen weniger Schulungskosten an und gefährliche Situationen können sicher geübt werden.

Ein Blick in die Zukunft

Laut Yannick wird AR im Bereich Field Service derzeit noch nicht breit eingesetzt, allerdings wird intensiv damit experimentiert. Etwa 1 bis 2 % der Field-Service-Unternehmen nutzen aktuell AR. Daniel zufolge wird diese Technologie kurzfristig dazu genutzt werden, vermehrt aus der Ferne zu arbeiten. Langfristig wird AR jedoch eine viel größere Rolle spielen, so Yannick. „Die traditionelle Rolle des Field-Service-Ingenieurs wird niemals verschwinden. Aber in Zukunft wird es eine Verschiebung im vertrauten Aufgabenspektrum geben. Beispielsweise könnte es in Field Service Engineering und Kunden-Support aufgeteilt werden“, sagt Yannick. Kurz gesagt: AR wird durch die vielen Entwicklungen und Innovationen in der Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle spielen.

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