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Von Abfall zu Bahnschotter und Gartenfliesen: Team CORE enthüllt neue MAGMA-Anlage

13 april Min.

Team CORE hat den Ehrgeiz, kreislauffähige Elektronikabfallströme zu schaffen. Mit der neuen MAGMA-Installation sind sie ihrem Ziel einen Schritt näher gekommen. Durch die Installation untersuchen sie die Machbarkeit der Technologie und der Anlage, um künftig entsorgten Abfall in Basaltprodukte umzuwandeln.

Die Installation ist ein Schmelzofen, der nach einem geheimen Rezept des Schmieds hergestellt wurde. Sobald die Vorheizfunktion dieses Ofens eingeschaltet wird, erhitzt sich der Schmelzofen auf Temperaturen von 1.400 Grad Celsius. Die hohe Temperatur ermöglicht es, Stoffe auf molekularer Ebene zu verändern, wodurch Abfallströme in Basalt umgewandelt werden können. Der Knackpunkt? Die Mischung verschiedener Stoffe in den Abfallströmen. Vielfalt in Mineralien, Kunststoffen und Metallen erschwert das Recycling von Abfallströmen. Team CORE und die Ausgründung CORE Chemistry stehen daher vor der Herausforderung, Modelle zu entwickeln, um diese Abfallströme sicher in ein sicheres Produkt umzuwandeln. Dass ihnen dies gelungen ist, beweist diese Installation, das letzte fehlende Puzzlestück, das für die Vorbereitung auf die Skalierung zu einer Fabrik in Moerdijk notwendig war.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Es hat zwei Seiten, wenn es darum geht, Abfallströme in Basalt umzuwandeln. Einerseits bietet es eine Lösung für die bevorstehende Abfallflut, die uns in den kommenden Jahren erwartet. Derzeit konzentriert sich Team CORE auf Flugasche, die in Verbrennungsanlagen wie Biomasseanlagen und Hausmüllanlagen freigesetzt wird. Durch die Umwandlung dieser in Basalt bietet man andererseits eine Lösung für eine umweltschädliche Industrie. Beispielsweise verwendet ProRail derzeit einen linearen Prozess für Basalt: Er wird abgebaut, verwendet und anschließend entsorgt. Laut der Pressemitteilung von Team CORE wirft ProRail jedes Jahr 300 Kilotonnen Basalt weg. Für eine Tonne Basalt werden im Laufe seiner Lebensdauer 22,37 kg CO2 freigesetzt – 8,83 kg CO2 für Abbau, Transport und Verarbeitung sowie weitere 13,54 kg CO2 für die Entsorgung. Darüber hinaus diskutierte eine Zembla-Sendung Quarzstaub im Schotter und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken. Der Schotter von CORE enthält diesen Schadstoff nicht. Team CORE bietet daher eine geeignete Lösung für mehrere Probleme, die in unserer Gesellschaft auftreten.

Die Geschichte von CORE

Die Geschichte von Team CORE begann vor zehn Jahren, als Gabby van Meer bei seinem Arbeitgeber ProRail der Meinung war, dass der Ballastprozess anders durchgeführt werden könnte. Er hatte die Idee, Basalt aus Abfallströmen zu erzeugen. Sein Sohn Dirk van Meer trat in seine Fußstapfen und entschied sich, während seines Studiums an der Technischen Universität Eindhoven das Studententeam Team CORE zu gründen. Im Jahr 2019 hatten sie die erste Anlage fertiggestellt, mit der sie Basalt herstellen konnten, jedoch war es noch nicht möglich, Basalt in verschiedene Formen zu bringen. Mit MAGMA ist das nun möglich, wodurch das Endprodukt in der Industrie besser einsetzbar ist.

TMCs Stolz

Wie Dirk betont, ist Zusammenarbeit in einem innovativen Ökosystem entscheidend, um komplexe neue Technologien zu realisieren: „Das MAGMA-Projekt hat gezeigt, dass alle Parteien in der Gesellschaft zusammenarbeiten müssen, um Nachhaltigkeitsherausforderungen zu lösen.“ Bei TMC fördern wir unternehmerisches Denken bei allen Employeneurs, und deshalb besteht innerhalb des Entrepreneurial Lab von TMC die Möglichkeit, mit Studententeams und Startups zusammenzuarbeiten, um Entwicklungen zu beschleunigen. Der Wert des Labs laut Dirk: „Man muss den Unternehmer in jedem ansprechen, um eine Herausforderung anzunehmen und gemeinsam zu arbeiten. Genau deshalb sind Unternehmen wie TMC, die Unternehmertum in ihrer DNA haben, entscheidend für den Erfolg solcher Projekte.“ Die Finanzierung für die Anlage wurde größtenteils von ProRail und der Technischen Universität Eindhoven bereitgestellt. Ein weiterer Teil der Finanzierung kam von zwei Alumni der TU/e: Jan van Gemert (ehemaliger CEO von Gemco Casting) und Hans Fischer (ehemaliger CEO von TATA Steel). Dieses Projekt ist ein Beispiel dafür, wie verschiedene Unternehmen zusammenarbeiten, um die Welt zu verbessern.

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