Gesundheitswesen
Der Gesundheitssektor gehört zu den führenden Bereichen im Bereich des 3D-Drucks. Im Moment geht es vor allem um Prothesen wie einen personalisierten künstlichen Arm oder statische Implantate wie ein Hüftimplantat. Die Hüftgelenkpfanne kann mit einer so komplexen Struktur versehen werden, dass der Knochen viel besser anwächst. Paul erklärt: „Der Vorteil des 3D-Drucks besteht darin, dass der Patient das Krankenhaus seltener besuchen muss. Nach der Aufnahme eines Scans passt die Prothese sofort.“ Neben Prothesen werden auch chirurgische Instrumente gedruckt. Denken Sie an 3D-gedruckte Formen, die bereits Löcher enthalten und genutzt werden können, um die richtigen Stellen im Kiefer zu bohren.
Das Drucken lebender Gewebe, auch bekannt als Bioprinting, ist ein bedeutender nächster Schritt für die medizinische Branche. Wenn dies möglich wird, könnten Organe gedruckt werden, was Patienten weniger abhängig von Spendern macht. Dieser Prozess ist jedoch deutlich komplexer, da er die Arbeit mit lebenden Zellen umfasst. Die Herausforderung besteht darin, die Zellen am Leben zu halten, da der 3D-Druck ein relativ langsamer Prozess ist. Erik erklärt: „Ich schließe nicht aus, dass Organe in der Zukunft gedruckt werden können, aber vorerst liegt der Fokus auf dem Ersatz von festen Teilen wie Zähnen und Knochen. Das Schwierige beim Drucken von Organen ist, eine Struktur in ihnen zu schaffen und alle Komponenten zum Zusammenspiel zu bringen. Eine Herzklappe zu drucken wird einfacher sein als Lungen, da dieses Teil nicht durchblutet werden muss.“