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Die besten Alternativen zu Plastikverpackungen
Immer mehr Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Produktverpackungen nachhaltig zu gestalten. Dabei hat Plastik auch viele Vorteile: Es ist günstig, leicht und Produkte, die in Plastik verpackt sind, haben eine lange Haltbarkeit. „Plastik ist sehr wichtig, wenn es um die Hygiene von Produkten geht“, fügt Petra hinzu. „Es ist eigentlich ein fantastisches Material, aber seine massive Produktion stellt eine Bedrohung für Mensch und Umwelt dar. Leider landet viel Plastikmüll in der Natur und zersetzt sich erst nach vielen Jahren.“
Petra arbeitet derzeit über TMC bei Philips und ist dort für die Verpackung im Bereich Mother & Child Care verantwortlich. „Als Verpackungsingenieurin sorge ich dafür, dass alle Produkte sicher beim Verbraucher ankommen. Die Herausforderung besteht darin, attraktive, hygienische, aber auch nachhaltige Verpackungen zu entwickeln“, erklärt sie.
Die Eigenschaften von Karton.
„Ein gutes Beispiel für ein nachhaltiges Material ist Pappe“, sagt Petra. „Sie ist stabil und viele Verbraucher wissen, wie man sie recycelt. Kunststoff hingegen ist schwierig zu recyceln, da es so viele verschiedene Arten von Kunststoffen gibt. Manche davon sind überhaupt nicht recycelbar. Pappe ist ein großartiges Material, aber sie ist noch nicht geeignet, um alle Kunststoffverpackungen zu ersetzen. Aufgrund des weltweiten Rohstoffmangels gibt es einen Mangel an Pappe. Die Beliebtheit des Online-Shoppings verschärft diesen Mangel.“
Dennoch werden wir laut Petra mehr Pappe verwenden. „Pappe wird weiterhin beliebt bleiben, weil die Verbraucher sich zunehmend der Umweltfolgen bewusst werden. Grundsätzlich ist dies eine positive Entwicklung. Ich frage mich nur, welche Auswirkungen dies auf das Klima haben wird“, erklärt Petra. „Wenn wir die Produktion von Pappe erhöhen, müssen wir mehr Bäume pflanzen und Luft- und Wasserverschmutzung berücksichtigen. Wenn wir Wege finden, dies zu lösen, wäre Pappe ein großartiges Verpackungsmaterial.“
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Biokunststoffe
Biomaterialien werden ebenfalls immer beliebter, wie beispielsweise Bioplastikflaschen oder Biomüllbeutel. Bioplastik wird teilweise aus natürlichen Materialien und teilweise aus Kunststoffen hergestellt, was bedeutet, dass es in der Natur schneller zersetzt wird. Oft wird es aus Zuckerrohr, Kartoffeln oder Mais hergestellt. Der Vorteil ist, dass es weniger Treibhausgase erzeugt als andere Arten von Plastik. Ein ähnlicher Begriff ist „biologisch abbaubares Plastik“, ein Material, das unter den richtigen Bedingungen von Bakterien oder Pilzen abgebaut wird. Allerdings ist dies nicht so einfach, wie es scheinen mag. Neben der Tatsache, dass diese Bakterien und Pilze vorhanden sein müssen, sind auch andere Faktoren wie die richtige Temperatur entscheidend. Der Abbauprozess kann Monate dauern oder das Produkt wird überhaupt nicht zersetzt.
Aber wie kann man als Verbraucher wissen, aus welcher Art von Plastik eine Verpackung besteht und wohin man sie entsorgen kann? Laut Petra ist es wichtig, dass Unternehmen den Verbrauchern klar kommunizieren, wie sie die Verpackung recyceln können. Derzeit steckt Bioplastik noch in den Kinderschuhen. Es wird in kleinem Maßstab produziert, aber es zieht viel Aufmerksamkeit auf sich. Es wird erwartet, dass immer mehr Bioplastikprodukte auf den Markt kommen.
Pflanzenbasierte Alternativen
Neben Biokunststoffen gibt es auch andere Alternativen, die schneller abgebaut werden können. Dazu gehören pflanzliche Verpackungen wie Bananenblätter oder Algen. Auch Pilze werden hier häufig verwendet. Die fadenartige Struktur sorgt dafür, dass das Material intakt bleibt. Algen erhöhen zudem die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Diese pflanzlichen Verpackungen können auf zwei Arten kompostiert werden: Entweder durch Kompostieren zu Hause oder durch industrielle Kompostierung. Es ist weiterhin wichtig zu beurteilen, wie nachhaltig diese Materialien tatsächlich sind, da sie manchmal eine versteckte Plastikschicht enthalten.
Ein Blick in die Zukunft
In den kommenden Jahren werden die europäischen Vorschriften für Kunststoffe noch strenger werden. Infolgedessen wird Technologie eine größere Rolle bei der Entwicklung alternativer Verpackungen spielen. „Dennoch wird Kunststoff vorerst nicht aus unserer Wirtschaft verschwinden. Wir brauchen Kunststoff wegen seiner praktischen Vorteile“, sagt Petra. Worauf sollten wir uns also konzentrieren? Laut Petra ist es wichtig, dass Regierungen und große Unternehmen in die Kreislaufwirtschaft investieren, damit alternative Verpackungen im großen Maßstab produziert werden können. Tun sie dies, wird unser Bedarf an Kunststoff immer weiter abnehmen.
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